Fussball 2. Liga interregional: Die 1. Mannschaft ist gefordert

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Updated: März 4, 2016

Sitzen in Rothrist wieder an der Seitenlinie und streben den Ligaerhalt an: Willy Neuenschwander (links) und Assistenztrainer Leonardo Moccia.


Als der FC Rothrist nach der sportlich enttäuschenden Vorrunde die Trennung vom Trainergespann Olivier Häusermann/Oscar Muino bekannt gab, hielt sich die Überraschung in Grenzen. Umso grösser war das Erstaunen aber, als bekannt wurde, wer die Nachfolge an der Seitenlinie des FCR antritt. Mit Willy Neuenschwander und Leonardo Moccia kehrte nämlich jenes Duo zurück, dass den Verein ein halbes Jahr zuvor nach dem gelungenen Aufstieg in die 2. Liga inter in Richtung 1. Liga zum FC Wangen b. O. verlassen hatte. «Aufgrund der Situationen bei beiden Klubs hat sich dies so ergeben», sagt Neuenschwander, der im Oktober wegen den ungenügenden Resultaten in Wangen sein Traineramt zur Verfügung stellte, zur Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte. Das Einleben sei ihm einfach gefallen, «ich war ja nur ein halbes Jahr weg.» Entsprechend wenig Änderungen habe der 68-jährige Oftringer auf der Sportanlage Stampfi vorgefunden. «Die Philosophie des Vereins ist noch die gleiche, einzig bei der Mannschaft gab es im Sommer einige Wechsel», so Neuenschwander.

Trotzdem ist die Ausgangslage beim FC Rothrist total anders als bei seinem Abgang. Mit zwölf Punkten musste der FCR in der 2.-Liga-inter-Gruppe 5 auf dem vorletzten Tabellenplatz überwintern und sieht sich nun in der morgen beginnenden Rückrunde mit dem Abstiegskampf konfrontiert. Obschon die finanziell eingeschränkten Möglichkeiten auf dem Transfermarkt keine grossen Sprünge zuliessen, ist Willy Neuenschwander gegenüber der Mission Ligaerhalt, die morgen mit dem Heimspiel gegen Dulliken (18 Uhr) beginnt, positiv gestimmt. «Ich glaube, dass wir eine reelle Chance haben», sagt er, «wir müssen auf das Team statt auf Einzelspieler bauen.» Schliesslich müsse sich der FC Rothrist mit seinem Kader nicht verstecken. «Ob es aber von der Qualität her reicht, wird sich zeigen», sagt Neuenschwander, der in der Winterpause mit seiner neuen Mannschaft auch die angesammelten Strafpunkte angesprochen hat. «Wir haben zu viele kassiert, das ist am Ende wie ein weiterer Punkt Rückstand auf unsere Gegner.» Die Vorbereitung hat bei Willy Neuenschwander einen zwiespältigen Eindruck hinterlassen. Wegen des schlechten Wetters musste er vorwiegend Lauftrainings abhalten und auf eine Platzhälfte des Kunstrasens in Schötz ausweichen. «Wir konnten erst letzten Dienstag erstmals auf Naturrasen trainieren, das sagt eigentlich alles», so Neuenschwander. Nicht beklagen könne er sich, abgesehen von einigen Absenzen, über die Einstellung seiner Spieler. «Trotzdem ist es schwierig zu sagen, wo wir stehen.» (P.Kamber ZT)

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