2. Liga interregional; Rothrist empfängt heute den SC Zofingen zum Derby

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Updated: Oktober 3, 2015

Rothrists Manuel Zobrist (r.) ist gegen seinen Stammklub besonders motiviert.


(Spielvorschau vom 3. Oktober 2015) Endlich ist der Tag da, auf den sich die Anhänger des FC Rothrist und des SC Zofingen lange gedulden mussten. Um 18 Uhr bittet der Aufsteiger heute Samstag die Thutstädter zum sehnlichst erwarteten Derby-Tanz. «Die Vorfreude auf beiden Seiten ist riesig», bestätigt Manuel Zobrist die Stimmungslage. Immerhin stelle der Höhepunkt in der laufenden Vorrunde der 2.-Liga-inter-Saison 2015/16 mit grosser Wahrscheinlichkeit eine Premiere dar. «Soweit ich mich erinnern mag, hat dieses Duell in der Meisterschaft noch nie stattgefunden», sagt der 25-jährige Stürmer des FC Rothrist. Die erstmalige Ausgabe verleiht dem Derby ebenso Brisanz wie der Fakt, dass im Rothrister Kader nicht weniger als zehn Akteure fungieren, die im Laufe ihrer Karriere bereits das Dress des SC Zofingen getragen haben. Zu dieser Fraktion zählt auch Manuel Zobrist, der beim SCZ die gesamte Juniorenabteilung durchlief und im Alter von 18 Jahren sein 1.-Liga-Debüt feierte. «Die kurze Distanz zwischen den beiden Fussballanlagen ist sicher ein Grund dafür», erklärt Zobrist. Nur etwas mehr als fünf Kilometer liegen zwischen dem Stadion Trinermatten und dem Sportplatz Stampfi, was einen Wechsel in beide Richtungen schmackhaft macht. Dies umso mehr, nachdem der FC Rothrist in den vergangenen Jahren dank einer beachtlichen Entwicklung an Attraktivität gewonnen hat. «Ob bei der Infrastruktur oder dem Material, der Verein war bemüht, nach dem Aufstieg ein paar Schritte vorwärtszumachen», sagt Manuel Zobrist und erwähnt in diesem Zusammenhang neben dem ehemaligen Trainer Willy Neuenschwander auch den Vorstand um Präsident Dieter Morf, dessen Vize Foti Konstantin und den Finanz-Verantwortlichen Markus Bracher.

Mittlerweile bestreitet Manuel Zobrist bereits seine dritte Saison für den FC Rothrist, nachdem er den SC Zofingen im Sommer 2011 in Richtung Challenge-League-Klub Kriens und später – unterbrochen von einem halbjährigen Intermezzo beim SCZ – beim FC Schötz anheuerte. Der kaufmännische Angestellte bei einer Versicherung fühlt sich wohl auf der Stampfi, was seine sieben Saisontore verdeutlichen. «Das Umfeld hier ist sehr familiär», erklärt Zobrist, der in Zofingen wohnt. Trotzdem sei er einer Rückkehr zu seinem Stammverein nicht abgeneigt. «Wenn beide Klubs in derselben Liga spielen, macht ein Wechsel wenig Sinn», sagt Zobrist, «vielleicht packt es mich aber, wenn Zofingen wieder aufgestiegen ist und mich der höhere Trainingsaufwand reizen sollte.»

Obwohl der SC Zofingen zuletzt nicht überzeugte, sieht Manuel Zobrist die Gäste im heutigen Derby in der Favoritenrolle. «Sie peilen den Aufstieg an und haben im Sommer entsprechend Spieler verpflichtet», sagt er, «bei uns fehlte zuletzt die Konstanz.» Allerdings ist Zobrist überzeugt, dass der FC Rothrist jeden Gegner bezwingen kann, sofern die Leistung zum richtigen Zeitpunkt stimmt. «Es gibt noch Luft nach oben», sagt er.

(P.Kamber ZT)