2. Liga interregional: Rothrist empfängt heute um 17:00 Uhr den FC Lenzburg zum Knüller im 2.-Liga-inter-Abstiegskampf

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Updated: Mai 27, 2017

Noch hat Dieter Morf sein Lachen nicht verloren. «Eine gewisse Anspannung ist vorhanden, nervös  bin ich aber nicht»,  gesteht der Präsident des FC Rothrist vor dem heutigen Heimspiel gegen den FC Lenzburg – und fügt schmunzelnd hinzu: «Das schadet mehr, als dass es nützt.» Morf hätte guten Grund für ein erhöhtes Lampenfieber, schliesslich steht mit dem Kantonsderby auf dem Sportplatz Stampfi so etwas wie ein vorgezogener «Final» im Abstiegskampf in der 2.-Liga-inter-Gruppe 5 bevor. «Es geht für beide Teams um viel», bringt er die brisante Ausgangslage auf den Punkt. Gelingt den Rothristern gegen Lenzburg ein «Dreier», hieven sie sich über den Strich. Triumphieren hingegen die Gäste, rückt der angestrebte Ligaerhalt für die Mannschaft von Trainer Willy Neuenschwander drei Runden vor Schluss in die Ferne. «Ich vertraue Willy und seinen Spielern und weiss, dass sie alles geben werden», sagt Dieter Morf, der eine kämpferisch betonte Partie erwartet. «Erfahrung und Qualität sind vorhanden. Die Schwierigkeit besteht darin, alles abzurufen », meint er weiter.

Obwohl der Aarburger die Wichtigkeit des Klassenerhalts für den FC Rothrist betont, gerate der Verein durch den möglichen Abstieg in die 2. Liga nicht in Schieflage. «Wir arbeiten mit den Mitteln, die uns zur Verfügung stehen, und holen das Optimum heraus», erklärt Dieter Morf. Daran würde sich auch im Falle einer Relegation nichts ändern. «Dann müssten wir ebenfalls gute Arbeit leisten, damit die neue Situation für den Klub eben nicht existenzbedrohend wird», sagt der Inhaber eines Architekturbüros. Gleichwohl gelte es, die Rückkehr in die höchste Aargauer Fussballliga zu verhindern. «Wir werden alles daransetzen, dass wir es am Schluss schaffen», sagt er. Aus diesem Grund appelliert Dieter Morf an die mentale Verfassung der Spieler. «Neben vollem Einsatz braucht es Wille, Glaube und etwas Glück», sagt er, «ich habe schon oft erlebt, dass mit der richtigen Einstellung vieles möglich ist.» Ihm ist jedoch nicht  entgangen, dass der FC Rothrist in der laufenden Saison bisweilen die nötige Kontinuität vermissen liess. «Die Stabilität hat gefehlt, teils verletzungsbedingt und wegen den Abgängen nach der Vorrunde», erklärt Morf. Die mangelnde Balance schlägt sich in der Statistik nieder: Nach 22 Meisterschaftspartien weist das Rothrister Fanionteam mit 56 Gegentoren den zweitschlechtesten Wert in der 2.-Liga-inter-Gruppe 5 auf. Löchriger ist nur die Defensive von Schlusslicht Iliria. Trotz dieser Zahlen ist Dieter Morf guten Mutes, was die restlichen Saisonpartien betrifft. Davon zeugt nicht nur sein Lachen. «Die Situation ist nicht neu für uns», sagt er. Als kleiner Verein sei es sich der FC Rothrist gewohnt, immer zu kämpfen, um etwas zu erreichen. «Wir können nicht wie andere aus dem Vollen schöpfen, sondern müssen das durch Leistung erzwingen. Das prägt», ist Morf überzeugt.

FC Rothrist : FC Lenzburg
Stampfi Rothrist, 27.05.2017
Spielbeginn 17:00 Uhr

 

Das Restprogramm des FCR
FC Rothrist (12. Platz):
Samstag, 27. Mai: Lenzburg (H/10.).
Samstag, 3. Juni: Dietikon (A/4.).
Samstag, 10. Juni: Blue Stars (A/8.).
Samstag, 17. Juni: Liestal (H/11.).