2. Liga interregional; Im ersten Heimspiel nach dem Aufstieg gegen das Team Aargau U21

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Updated: August 22, 2015

Rothrists Torhüter Kay Trost (links) ist vor Dullikens Hevzi Hasani am Ball


Zwei Wochen nach dem ersten Auftritt in der 2.-Liga-inter darf der FC Rothrist heute Abend die nächste Premiere feiern. Erstmals nach dem Aufstieg bestreiten die Rothrister ein Heimspiel in der fünfthöchsten Schweizer Fussball-Liga. Die Mannschaft des Trainerduos Olivier Häusermann und Oscar Muino empfängt um 18 Uhr das Team Aargau U21. An der Seitenlinie des Aarauer Nachwuchsteams steht mit Mirko Pavlicevic ein Trainer, dessen Gesicht in der Region bestens bekannt ist. Pavlicevic coachte von April 2010 bis September 2013 den SC Zofingen und damit etliche Spieler, die inzwischen beim FC Rothrist unter Vertrag stehen – wie etwa Kay Trost. Der Torhüter, der vor zwei Jahren auf den Sportplatz Stampfi wechselte, spielte zuvor beim SCZ, kam aber unter Mirko Pavlicevic nur selten zum Zug. «Dieses Duell wird mit Sicherheit speziell», freut sich der 21-jährige Rothrister Schlussmann auf das Wiedersehen, «natürlich wollen wir gegen ihn gewinnen und drei Punkte einfahren.» Trost betont jedoch, dass schulische Probleme während seiner Maurer-Lehre für den Wechsel ausschlaggebend waren. «Ich wollte mit dem Fussball aufhören, um mich besser auf meine Ausbildung konzentrieren zu können. Vier Trainings pro Woche waren zu viel», erzählt er. Weil der damalige Rothrist-Trainer Andi Hediger ihm aber eine wöchentliche Übungseinheit mit seinem Team mit Aussicht auf Meisterschaftseinsätze anbot, setzte Trost seine Karriere fort.

Nach dem Punktgewinn beim 4:4 in Dulliken und der 1:3-Niederlage bei Mit-Aufsteiger NK Pajde bezeichnet Kay Trost den Start in die Meisterschaft als durchwachsen. «Fünf Tore sind für unsere Offensive keine schlechte Ausbeute», sagt er, «hingegen haben wir mit sieben Gegentreffern aus zwei Spielen ein kleines Problem.» Die Ursache für die löchrige Hintermannschaft ortet Kay Trost bei der zu hohen Anzahl an Eigenfehlern. «Wenn wir diese stoppen können, sieht es bald besser aus», ist der Oftringer überzeugt. Positiv beeindruckt zeigt sich Trost vom Fitnesszustand des Rothrister Fanionteams, was beim Auftaktspiel in Dulliken ersichtlich wurde. «Sie dominierten uns in der ersten Halbzeit und führten 3:0», erzählt der FCR-Schlussmann, «trotzdem kämpften wir uns nach der Pause zurück und besassen die Energie, um 90 Minuten mitzuhalten.» Das sei für ihn Beweis genug, dass man sich konditionell und auch läuferisch auf einem guten Niveau befinde – was keineswegs ein Nachteil ist. Denn nach zwei Jahren als Spitzenteam in der Aargauer 2. Liga sieht sich der FC Rothrist als Aufsteiger in der 2. Liga inter mit der Rolle des Aussenseiters konfrontiert. «Ich freue mich über die neue Erfahrung», sagt Kay Trost. Es sei schön, für einmal zu jagen statt der Gejagte zu sein. «Wir müssen in jedem Spiel 120 Prozent Leistung geben, 50 Prozent wie in manchen 2.-Liga-Spielen reichen jetzt nicht mehr», sagt er. (P.Kamber, TZ)