2. Liga interregional: Vorschau auf das Derby gegen den SC Zofingen

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Updated: Mai 7, 2016

SC-Zofingen-Captain und Ex-Rothrist-Spieler Oliver Jonjic (rechts) strebt im heutigen Derby die drei Punkte an.


Das Hinrundenduell zwischen dem FC Rothrist und dem SC Zofingen hatte es in sich. Acht gelbe Karten, vier Tore und drei Platzverweise resultierten nach 90 unterhaltsamen Minuten, die mit einer gerechten Punkteteilung endeten. Bei sich und seinen Mitspielern sei die Vorfreude auf dieses Derby nicht zuletzt deswegen riesig, weil sie sich für den verpassten Sieg im letzten Oktober revanchieren wollen. «Wir würden die drei Punkte gerne nehmen, das ist uns in der Hinrunde nicht gelungen», sagt Jonjic. Dem im Innendienst tätigen Oftringer ist allerdings bewusst, dass den Thutstädtern dazu ein ungenügender Auftritt nicht reichen wird. «Die Rothrister sind mit Sicherheit sehr motiviert, deshalb braucht es von uns 150 Prozent», ist Jonjic, der in der laufenden Saison bisher zehn Saisontore erzielt hat, überzeugt.

Seine Worte erhalten umso mehr Gewicht, wenn man die Entwicklung seit der Hinrunden-Begegnung miteinander vergleicht. Während beim FC Rothrist in der Winterpause Trainer Willy Neuenschwander und dessen Assistent Leonardo Moccia – und damit der Erfolg – auf den Sportplatz Stampfi zurückkehrte, geriet der Motor des SC Zofingen immer wieder ins Stottern. «Rothrist spielt eine super Rückrunde, unter Willy Neuenschwander treten sie viel konstanter auf», lobt Oliver Jonjic die Steigerung des heutigen Gegners. Hingegen seien beim SCZ die letzten Wochen nicht nach Wunsch verlaufen, obschon man in den insgesamt vier Begegnungen mit Red Star Zürich, dem Tabellenführer der 2.-Liga-inter-Gruppe 5, und dessen ersten Verfolger Pajde sechs der zwölf möglichen Punkte geholt hat. «Wir konnten gegen Mannschaften aus der oberen Tabellenhälfte mithalten, haben es aber gegen die kleineren Teams vermasselt», bemängelt Jonjic die fehlende Konstanz im Kader von Trainer Nino Lombardi. Der vor der Saison angepeilte Aufstieg in die 1. Liga liegt deshalb trotz des 2:1-Siegs im Nachtragsspiel am Mittwoch gegen Dulliken so gut wie ausser Reichweite. «In den restlichen Partien müssen wir nun das Maximum herausholen, einen sauberen Saisonabschluss hinlegen und uns bereits hinsichtlich der nächsten Saison spielerisch verbessern», gibt Oliver Jonjic die Marschroute vor.

Den ersten Schritt in diese Richtung könnte der SC Zofingen mit einem Erfolg im Derby tätigen. Für Jonjic hätte ein Sieg die zusätzliche feine Note, weil er vor seinem Wechsel nach Zofingen in der Winterpause der Saison 2011/12 beim FC Rothrist gespielt hat. «Beide Vereine haben ein sehr familiäres Verhältnis», sagt er. Weil der SC Zofingen die grösseren Ansprüche besitze, «müsste der Verein nur schon von der Infrastruktur her in der 1. Liga vertreten sein». Auch Oliver Jonjic selber würde den Aufstieg einem Derbysieg vorziehen: «Am Ende würde ich mehr davon profitieren, wenn ich in einer höheren Liga auf besserem Niveau spielen kann.» (P.Kamber, ZT)