2. Liga interregional: Der FCR hat aufgerüstet und strebt den Klassenerhalt an


Rothrists Trainer Oscar Muino zählt im Kampf um den Ligaerhalt auch auf die Stärken der drei Zuzüge. (Bild Otto Lüscher)


Alle sechs Monate wiederholt sich die Geschichte. Immer am Ende einer Vorbereitungsphase erzählen die Trainer, wie zufrieden sie mit den Auftritten bei den Testspielen sind, betonen aber im gleichen Atemzug, dass die Ergebnisse mit Vorsicht zu geniessen sind. Das trifft auch auf den FC Rothrist zu. Trotzdem verraten die Resultate aus der Winterpause so einiges über das Schlusslicht der 2.-Liga-inter-Gruppe 5. Denn wer gegen den ambitionierten Erstligisten Black Stars Basel (3:0) kein Gegentor zulässt, mit Gontenschwil (4:1) den Aargauer 2.-Liga-Leader bezwingt und zum Abschluss mit dem FC Gränichen (11:3) einen weiteren Zweitligisten regelrecht wegputzt, der wird seine Hausaufgaben im Hinblick auf die Rückrunde gemacht haben. «Wir haben sechs gute Spiele gezeigt», sagt Oscar Muino zufrieden. Dasselbe Fazit zieht der 33-jährige Reider auch vom einwöchigen Trainingslager in Benalmádena. «In Spanien haben wir gut arbeiten können», so Muino, der gemeinsam mit Leonardo Moccia seit letzten September nach dem Abgang von Willy Neuenschwander zum FC Langenthal das Trainerduo in Rothrist bildet.

Als Tabellenletzter ist der FC Rothrist umso mehr auf eine gelungene Vorbereitung angewiesen. Nach der Vorrunde betrug der Rückstand auf einen Platz über dem Strich sieben Punkte. Inzwischen ist die Hypothek wegen des torlosen Remis zwischen dem FC Olten und dem FC Dulliken am vergangenen Wochenende, als Rothrists Auswärtsspiel in Wangen b. O. verschoben wurde, auf acht Zähler angewachsen. «Unser Ziel ist es, diese Differenz aufzuholen», umschreibt Oscar Muino die Erwartungen vor der zweiten Saisonhälfte. Seine Zuversicht, dass dieses Unterfangen gelingt, begründet er mit drei Erkenntnissen. Muino verweist neben dem Schlussspurt in der Vorrunde, als fünf der sechs Zähler eingefahren wurden, auch auf die vergangene Saison. «Damals haben wir uns in einer ähnlichen Situation befunden», sagt er. Zudem erklärt Muino, «dass wir dank den Zuzügen von Volkan Karaboga, Dejan Skopljak und Burim Hasanramaj an Qualität zugelegt haben». Insbesondere Karaboga und Skopljak, die nach einem halben Jahr bei Sanfelese Aarburg und in Zofingen wieder auf die Sportanlage Stampfi zurückkehren, schüren die Hoffnungen. Während Skopljak der Defensive Stabilität verleiht, soll Karaboga wie im letzten Frühling, als er zehn Tore schoss, in der Offensive wirbeln. Die Bestätigung, dass dieser Plan funktionieren kann, haben Oscar Muino und Leonardo Moccia in den vergangenen Wochen erhalten. «In den Testspielen haben die drei neuen Spieler jeweils den Unterschied ausgemacht», sagt Muino. Bleibt zu hoffen, dass der FC Rothrist den Anschluss an die Plätze über den Strich nicht aus den Augen verliert. (P.Kamber ZT)

Das heutige Spiel FC Rothrist gegen den FC Olten musste wegen schlechtem Terrain abgesagt werden!!!