2. Liga interregional, 31.10.2015; Der FC Rothrist kassiert beim 2:4 gegen Subingen drei Gegentore in neun Minuten

By
Updated: November 2, 2015

Rothrists 1:0-Torschütze Lauret Popaj (links) bei einem seiner gefährlichen Sturmläufe gegen Andreas Linder.  (O.Lüscher)


1:0 und 2:1 führte der FC Rothrist zuhause gegen den FC Subingen und war auf dem besten Weg, nach vier Niederlagen in Serie endlich wieder einen Sieg einzufahren. Am Ende musste die Mannschaft des Trainerduos Olivier Häusermann und Oscar Muino aber das Feld, wie so oft in den vergangenen Wochen, als Verlierer verlassen. Eine zehnminütige Schwächephase mitten in der zweiten Halbzeit reichte, um den Gastgeber vom Kurs abzubringen. Mattia Sasso erzielte in der 70. Minute erst den 2:2-Ausgleich, ehe er vier Zeigerumdrehungen abermals von einem Fehler in der Rothrister Defensive profitierte und Subingen erstmals in Führung brachte. In der 79. Minute sorgte Florian Gasche mit dem 4:2 nach einem Freistoss für die Entscheidung. «Nach vier schlechten Spielen zeigen wir endlich wieder einen guten Auftritt, bekommen aber zu einfache Gegentore», ärgerte sich Lino Zobrist. Warum er und seine Mitspieler den fatalen Einbruch erlitten haben, konnte sich der FCR-Captain nicht erklären. «Wahrscheinlich waren wir zu verunsichert, nach dem ersten Gegentor begannen bei uns die Knie zu zittern», sagte der 26-jährige Mittelfeldspieler. Wegen des zuvor hohen Aufwandes habe danach in der Schlussphase schlicht die Kraft für eine Reaktion gefehlt.

Eine gute Stunde lang war beim FC Rothrist tatsächlich keine Spur von einem Formtief zu erkennen – obschon Subingens Benjamin Brunner mit einer missglückten Flanke an die Latte nach 30 Sekunden beinahe das 1:0 für die Gäste erzielte. Der Aufsteiger trat in der Folge druckvoll auf und stellte die Gäste durch die schnellen Flügelläufe von Manuel Zobrist und Lauret Popaj öfters vor Probleme. Das Duo war in der 22. Minute auch für das 1:0 verantwortlich. Nach einem Rückpass wurde Subingens Torhüter Pascal Schwaller erfolgreich unter Druck gesetzt, worauf dessen zu kurz geratener Befreiungsschlag bei Manuel Zobrist landete. Dieser bediente Lauret Popaj, der die verdiente Führung erzielte. Der FC Rothrist blieb auch nach der Pause das spielbestimmende Team, weshalb der Ausgleich in der 63. Minute – Benjamin Brunner war diesmal per Weitschuss erfolgreich – umso überraschender zustande kam. Die Aargauer zeigten sich davon aber unbeeindruckt und korrigierten den Spielstand drei Minuten später wieder zu ihren Gunsten. Pascal Widmer sah seinen Abschlussversuch zwar von Pascal Schwaller pariert, setzte aber per Kopf erfolgreich zum 2:1 nach. Es sollte die letzte Erfolgsmeldung für den FC Rothrist bleiben, eine Viertelstunde und drei Subinger Tore später war die zwischenzeitliche Freude bereits dem Frust über den verspielten Lohn nach der harten Arbeit gewichen.

Dank dem Nachtragsspiel gegen Kilchberg-Rüschlikon am Samstag, 14. November, erhält der FC Rothrist vor der Winterpause nochmals eine Gelegenheit, um die Vorrunde mit einem Erfolg abzuschliessen. «Die Schweizer-Cup-Qualifikationspartie gegen Konolfingen (7. November 17:00 Uhr auf der Stampfi) ist nicht wichtig», erklärte Lino Zobrist, «wir müssen uns auf das letzte Meisterschaftsspiel konzentrieren und dieses gewinnen.»


Rothrist – Subingen 2:4 (1:0) Stampfi. – 115 Zuschauer.

Tore: 22. Popaj 1:0. 63. Brunner 1:1. 66. Widmer 2:1. 70. Sasso 2:2. 74. Sasso 2:3. 79. Florian Gasche 2:4.

Rothrist: Trost; Emmenegger, Merdanovic, Dias, Ravlic; Figlioli (69. Hasani); Manuel Zobrist, Ulrich (87. Kqira), Lino Zobrist, Popaj; Widmer (87. Tsutis).

Subingen: Schwaller; Wiedmann, Linder, Florian Gasche, Koch (34. Gloor); Kummer, Müller, Büttler, Brunner; Sasso, Winistörfer (26. Arifi).

Bemerkungen: Rothrist ohne Raffa (Ausland), Biland, Krajinovic, Mijatovic, Ludin (alle verletzt), Fernandes Da Silva und Brahimi (beide gesperrt). Subingen ohne Sebastian Gasche, Raphael Gasche (beide Ausland), Kocher, Grossenbacher (beide verletzt) und Karatas (Arbeit).

Verwarnungen: 15. Ravlic, 68. Figlioli, 80. Sasso, 87. Gloor (alle Foul).

Sponsoren-aktuellSponsoren-aktuell