2. Liga interregional, 26.08.2017: Rothrist empfängt den Aufsteiger FC Wettingen, Spielbeginn 17:00 Uhr


Zwei Spiele, zwei Niederlagen: So hat sich der FC Rothrist den Auftakt in die 2.-Liga-inter-Saison 2017/18 mit Sicherheit nicht vorgestellt. Gänzlich unerwartet kam der missglückte Meisterschaftsstart mit den Pleiten gegen Absteiger Wangen b. O. und Olten dennoch nicht. Einmal mehr ist in einer Vorbereitungsphase beim FC Rothrist in personeller Hinsicht kein Stein auf dem anderen geblieben. Gleich elf grösstenteils namhafte Abgänge musste die Mannschaft von Trainer Willy Neuenschwander verkraften, demgegenüber stehen 15 vornehmlich junge Zuzüge. «Es wird sicher schwieriger als in den letzten Jahren», sagt Anel Merdanovic, «aber wir wussten, was auf uns zukommen wird.» Trübsal blasen will der 28-jährige Verteidiger deshalb noch lange nicht. «Wir werden wohl gegen den Abstieg spielen, ich bin aber überzeugt, dass es am Ende gut für uns rauskommt», sagt Merdanovic. Damit meint er nicht nur die sportlichen Ziele, sondern auch die intensivierte Förderung der Nachwuchsarbeit im Verein. «Wir probieren, den eingeschlagenen Weg weiter zu gehen und junge Spieler in die Mannschaft aufzunehmen», erklärt er. Mit dem Fokus auf den Juniorenbereich sollen die Umbrüche in den Sommer- und Winterpausen vorerst der Vergangenheit angehören. Schon im Hinblick auf die vergangene Rückrunde kam es zu insgesamt 15 Transfers, vor einem Jahr gar zu deren 25. Stets mit der Folge, dass sich der FCR auf dem Platz zuerst finden und zur Einheit wachsen musste, bis sich der Erfolg doch eingestellt hat.

Angesichts des jugendlichen Kaders – das Durchschnittsalter beträgt knapp 23 Jahre, acht Akteure sind 20 Jahre oder jünger – sind erfahrene Fussballer wie Anel Merdanovic umso mehr gefragt. Nur drei Spieler sind älter als der Logistiker, der seine gesamte Laufbahn beim FC Rothrist verbracht hat. «Wir Routiniers müssen die Jungen positiv aufbauen, wenn sie einen Fehler begehen», erklärt Merdanovic. Etwas, das bisweilen viel Geduld abverlangt. «Ein grosser Teil der Mannschaft hat noch nicht höher als in der 2. Liga gespielt. Dieser muss sich zuerst an das schnellere Tempo gewöhnen», sagt er. Glücklicherweise stehe mit Willy Neuenschwander ein erfahrener Trainer an der Seitenlinie, der wisse, wie mit solchen Situation umzugehen sei. Noch drückt der Schuh
Auch wenn Anel Merdanovic betont, dass in den zwei bisherigen Meisterschaftspartien nicht alles schlecht gewesen ist: Beim FC Rothrist drückt der Schuh noch an einigen Stellen. Vor allem in der Offensive scheinen die Aargauer Nachholbedarf zu haben, resultierte doch aus bisher 180 Meisterschaftsminuten erst ein Treffer. «In der Offensive müssen wir mehr machen», kommentiert Merdanovic die magere Ausbeute. Er vermisse die Durchschlagskraft aus der letzten Saison, was aber mit den Abgängen der Stürmer Manuel Zobrist und Volkan Karaboga – sie zeichneten für 23 der 51 Treffer verantwortlich – zusammenhänge. «Zudem kehrt Patrick Dibrani nach seiner Verletzungspause zurück, mit ihm sind wir vorne wieder besser bestückt», meint Merdanovic.
Ob sich mit der Rückkehr des Captains für den FC Rothrist auch das Blatt wendet, zeigt sich im heutigen Heimspiel gegen Aufsteiger Wettingen. Anel Merdanovic warnt davor, den Neuling zu unterschätzen. «Wir müssen wie bisher auftreten – mit dem Unterschied, die Tore zu schiessen und weniger Fehler in der Abwehr zu machen», sagt er.

FC Rothrist : FC Wettingen, 26.08.2017
Sportplatz Stampfi Rothrist
Spielbeginn: 17:00 Uhr