2. Liga interregional, 17.09.2016: Der FC Rothrist auswärts beim SC Schöftland

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Updated: September 17, 2016

Aussenverteidiger Ibrahima Diaby trifft heute mit seiner neuen Mannschaft FC Rothrist auf seine ehemaligen Teamkollegen vom SC Schöftland.


«Es wird sicher etwas speziell, wenn ich erstmals auf meine einstigen Farben treffen werde», sagt Ibrahima Diaby, «aber sobald das Spiel angepfiffen wird, ist alles vergessen.» Der Aussenverteidiger mit Wurzeln in der Elfenbeinküste hatte «eine sehr gute Zeit» beim SC Schöftland, obwohl er nach einem halben Jahr im Sommer 2015 mit dem SCS den Gang in die regionale 2. Liga antreten musste. «Für mich war damals klar, dass ich bei Schöftland bleibe, bis wir den Aufstieg in die 2. Liga inter wieder geschafft haben», sagt der 33-Jährige, der neben dem Stadion Trinermatten in Zofingen wohnt.

Nach der Rückkehr auf die interregionale Bühne ist Ibrahima Diaby dann aber dem Ruf von Rothrist-Trainer Willy Neuenschwander gefolgt, mit dem er bereits beim FC Langenthal zusammengearbeitet hatte. Sportliche Gründe waren mitverantwortlich für den Wechsel, aber die wichtigste Rolle spielte die Familie. «Der Weg nach Rothrist ist doch deutlich kürzer als jener nach Schöftland», sagt der zweifache Familienvater, der einem 100-Prozent-Job als Lagermitarbeiter nachgeht, «wir haben ein eineinhalbjähriges Kind und meine Frau braucht manchmal auch Hilfe.»

Ihretwegen hat es Ibrahima Diaby 2007 nach einem Umweg über Frankreich, wo er in der dritthöchsten Liga engagiert war, auch in die Schweiz gezogen. Nach Gastspielen in Altstetten und bei YF Juventus wechselte er 2010 zum SC Zofingen. Die nächsten Stationen hiessen Dietikon, Langenthal und Schöftland. «In Rothrist bin ich jetzt auf einige Spieler gestossen, mit denen ich schon in Zofingen zusammengespielt habe», erklärt der Linksverteidiger. Nicht zuletzt deshalb fühlt sich Ibrahima Diaby beim FCR bereits wohl, obwohl die Mannschaft noch besser zusammenwachsen müsse. Spezielle Ziele verfolgt er mit seiner neuen Equipe nicht, «ich will einfach immer gewinnen». Und was soll am Ende der Saison dabei herauskommen? «Ich will auch immer möglichst weit nach vorne kommen.» Dass er einen beträchtlichen Teil selbst leisten muss, um das zu erreichen, ist ihm klar: «Die jungen Spieler brauchen manchmal Hilfe. Ich helfe gerne und beruhige sie auch, wenn sie Stress haben. Ich bleibe immer ruhig.»