2. Liga interregional, 08.10.2016: Der FC Rothrist empfängt den FC Dulliken

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Updated: Oktober 8, 2016

«Es braucht von jedem 110 Prozent. Wir müssen miteinander kämpfen.» Ardijan Kqira Rechtsverteidiger FC Rothrist


Beim FC Rothrist war die Erleichterung gross nach dem 2:1-Auswärtssieg am vergangenen Sonntag gegen den Solothurner Aufsteiger Iliria. Für die Mannschaft von Trainer Willy Neuenschwander war es der erste «Dreier» nach zuletzt vier Niederlagen in Serie. Dass bei den Rothristern nach dem guten Saisonstart mit sieben Punkten aus drei Partien aber der Wurm drin ist, vermochten sie trotzdem nicht zu kaschieren. «Dieser Sieg war wichtig», sagt Ardijan Kqira, «gleichwohl müssen wir versuchen, es gegen Dulliken besser zu machen.» Der 21-jährige Rechtsverteidiger aus Hägendorf tut sich allerdings schwer damit, einen Grund für die unbefriedigenden Auftritte zu nennen. «Wir hatten beispielsweise in Schöftland auch Pech, denn in der ersten Halbzeit spielten wir gut», erwähnt Kqira die 2:4-Pleite im Kantonsderby. An jener Inkonstanz müsse denn auch gearbeitet werden. «Wir müssen versuchen, unsere Leistung gleichmässig über 90 Minuten abrufen zu können», sagt der Logistiker.

Zu löchrige Defensive
Eine weitere Problemzone ortet Ardijan Kqira im defensiven Bereich. 16 Gegentreffer hat der FC Rothrist in den bisherigen acht Meisterschaftsspielen in der 2.-Liga-inter-Gruppe 5 kassiert. Das macht also im Schnitt zwei Tore pro Spiel, was selbst nach seinem Geschmack zu viel des Guten ist. «Uns unterlaufen hinten Fehler, die nicht passieren dürfen, wenn wir gewinnen wollen», kritisiert Kqira das mangelhafte Abwehrverhalten. Es gelte deshalb, in den kommenden Spielen Fuss zu fassen. «Wir müssen aus diesen Fehlern lernen, um besser zu spielen», sagt der schweizerisch-kosovarische Doppelbürger, der seit dieser Saison von Willy Neuenschwander auf der ungewohnten Position des rechten Aussenverteidigers eingesetzt wird. Trotzdem sei der Unterschied zu seinem angestammten Platz im rechten Mittelfeld nicht gross. «Am Anfang waren die Probleme eher von taktischer Natur», sagt Kqira, «ich stand entweder zu weit weg oder zu nahe beim Innenverteidiger.» Mittlerweile hat sich der frühere Nachwuchsspieler des SC Zofingen, der seit Sommer 2013 das Rothrister Trikot trägt, auf seiner neuen Position eingelebt und will heute (17 Uhr) im Heimspiel gegen Dulliken dazu beitragen, dass erneut ein Erfolg gefeiert werden kann. «Wir müssen den Schwung aus der Iliria-Partie mitnehmen und auch gegen Dulliken dagegenhalten», sagt Ardijan Kqira. Einfach wird diese Aufgabe keineswegs, denn mit Dulliken ist eine formstarke Mannschaft auf der Sportanlage Stampfi zu Gast, die in den letzten drei Partien sieben Punkte gewonnen hat. «Es braucht von jedem 110 Prozent. Wir müssen miteinander kämpfen», verlangt Kqira. Zusätzlich gestärkt wird sein Selbstvertrauen durch die Rothrister Heimstärke. «Zuhause sind wir immer für drei Punkte gut», sagt er. Die Begegnung mit den Solothurnern bildet den Auftakt zu wegweisenden Wochen für den FC Rothrist. Bis zum Ende der Vorrunde treffen die Aargauer – abgesehen vom Auswärtsspiel bei Dietikon – mit Lenzburg, den Blue Stars Zürich und Liestal auf drei Gegner, die derzeit in der 2.-Liga-inter-Gruppe 5 schlechter klassiert sind. Ein weiterer Punktezuwachs liesse somit das Rothrister Polster auf die Abstiegsränge bis zur Winterpause im Idealfall dicker werden. «Wir geben in jeder Partie unser Bestes», blickt Ardijan Kqira zuversichtlich nach vorne und richtet sogleich eine Kampfansage an die Konkurrenz: «Geschlagen geben wir uns noch lange nicht.»