2. Liga interreginal: Lauret Popaj und der FC Rothrist im Heimspiel gegen Olten (gesp. Resultat 2:1)

By
Updated: April 2, 2016

Die schnellen Vorstösse auf den Flügeln zählen zu den Stärken des Rothrister Offensivspielers Lauret Popaj (rechts)


«Nein, Spinat mag ich eher weniger», sagt Lauret Popaj und lacht. Humor ist oft die Antwort, mit welcher der Flügelspieler des FC Rothrist auf die häufigen Anspielungen auf seinen Nachnamen mit der berühmten Comicfigur «Popeye» entgegnet. Sowohl am Arbeits- wie auch auf dem Fussballplatz werde er darauf angesprochen. «Immer verbunden mit der Frage, wo meine Olivia ist», ergänzt Popaj schmunzelnd in Anlehnung an die Geliebte des spinatvertilgenden Matrosen. Während der Trickfilm-Popeye seinen Widersachern mit Muskeln das Fürchten lehrt, macht der 22-jährige Oftringer dies auf dem Rasen mit seiner Schnelligkeit. Die temporeichen Vorstösse auf den Aussenbahnen, mit denen er seine Gegenspieler oft überfordert, sind Lauret Popajs grosse Stärke. Gleichwohl hat es dem Antriebsmonteur, der in der Winterpause 2014/15 von seinem Stammverein FC Oftringen nach Rothrist gewechselt hat, in der laufenden Saison bisher nur zu einem Tor gereicht. Es war das zwischenzeitliche 1:0 bei der 2:4-Heimniederlage in der Vorrunde gegen Subingen.

Die Stärken ausspielen, aber kaum Zählbares einfahren: Das hat beim FC Rothrist zuletzt einen gewissen Symbolcharakter erlangt. Nach dem gelungenen Rückrundenstart mit vier Punkten aus zwei Partien ist die Mannschaft von Trainer Willy Neuenschwander letzte Woche leicht ins Stocken geraten. Auf die 0:3-Niederlage im Nachtragsspiel gegen den FC Dulliken folgte drei Tage später beim 2:3 nach Verlängerung in Kreuzlingen das bittere Aus in der Qualifikation für den Schweizer Cup 2016/17. «Wir haben uns zweimal selber geschlagen», blickt Lauret Popaj zurück. Besonders im Cup, als sie die Verlängerung mit einem Mann mehr antreten konnten, seien sich die Rothrister dem Erfolg selber im Weg gestanden. «Wir spielen in Überzahl und kriegen kein Tor zustande, stattdessen erzielt Kreuzlingen eines», ärgert sich Popaj. Die Art und Weise der Cup-Pleite glich dabei dem Auftritt gegen Dulliken. Rothrist war erneut am Drücker und besass die grösseren Spielanteile, aber auf den letzten Metern vor dem gegnerischen Gehäuse liessen sie die nötige Konsequenz vermissen. «Unsere Leistung war in beiden Partien gut, einzig das Glück im Abschluss hat gefehlt», sagt Popaj.

Aus diesem Grund muss der Kosovare nicht lange überlegen, was er und seine Mitspieler (im Heimspiel gegen den FC Olten vom 02.04.2016 , Resultat 2:1) besser machen müssen. Schliesslich steht für den Gastgeber einiges auf dem Spiel. «Wir brauchen die drei Punkte, um den Anschluss an die Mannschaften über dem Strich zu wahren», erklärt Lauret Popaj, der für das «Derby» viele Zuschauer erwartet, mit Blick auf die Tabelle in der 2.-Liga-inter-Gruppe 5. Ein Sieg wäre zudem der ideale Auftakt für die anstehenden Direktduelle mit Konkurrenten im Abstiegskampf. Bis Ende April misst sich der FC Rothrist mit Tabellennachbar Kilchberg-Rüschlikon, Schlusslicht Grenchen und den zehntplatzierten Lenzburgern. «Wir müssen gegen Olten zu null spielen und vorne die Geduld nicht verlieren», sagt Lauret Popaj. Damit sei eine wichtige Voraussetzung gegeben, um sich für die 1:4-Hinspielpleite in der Dreitannenstadt zu revanchieren. «Fällt dann vorne wie gegen Pajde ein Tor, sieht die Situation für uns plötzlich viel besser aus», ist Popaj überzeugt. (P.Kamber ZT)