2. Liga interregional; Pascal Widmer, das «Stoppschild» gibt Gas!

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Updated: September 20, 2015

Pascal Widmer wechselte im Sommer vom SC Zofingen nach Rothrist


Der FC Rothrist scheint sich auf Kurs zu befinden. Nach fünf Meisterschaftsspielen liegt die Mannschaft des Trainerduos Oliver Häusermann/Oscar Muino mit sieben Punkten auf dem achten Platz – und nimmt damit in der 2.-Liga-inter-Gruppe 5 jene Position ein, welche auch am Ende der laufenden Saison rausschauen sollte. «Unser Ziel ist es, nicht abzusteigen und einen Mittelfeldplatz zu erreichen», verdeutlicht der Rothrister Stürmer Pascal Widmer das Vorhaben des Aufsteigers, «demzufolge dürfen wir mit unserem Start zufrieden sein.» Umso mehr, weil es nach der Sommerpause wegen urlaubs- oder verletzungsbedingten Absenzen einige Anlaufschwierigkeiten zu überwinden galt. «Ausserdem waren wir ein neu zusammengestelltes Team, das sich zuerst finden musste», sagt Widmer.

Der 27-jährige Konstrukteur ist einer von sieben Neuzuzügen, die auf diese Spielzeit hin zum FC Rothrist gestossen sind. Obwohl Pascal Widmer am anderen Kantonsende in Wettingen wohnt, ist er in der Region Zofingen keine unbekannte Person. Die letzte Saison absolvierte Widmer im Dress des SC Zofingen, dem aktuellen Leader in der 2.-Liga-inter-Gruppe 5. «In Zofingen ist alles vorhanden, was es braucht, um in der 1. Liga zu spielen», versucht Widmer, die beiden Konkurrenten zu vergleichen. In Rothrist sei man zwar noch nicht so weit, «aber der Verein befindet sich mit seiner Aufbauarbeit auf einem guten Weg, um sich in der 2. Liga inter zu etablieren». Nachdem der SC Zofingen mit Rafed Bayazi und Dario Dussin im Sommer zwei weitere Stürmer verpflichtet hatte, sah Pascal Widmer keinen Platz mehr für sich Kader und wechselte nach Rothrist. «In meinem Alter möchte ich spielen und nicht auf der Bank sitzen», begründet er seine Entscheidung. Auch die Knie-Operation in der letzten Winterpause – bereits die dritte in seiner Karriere – habe dazu geführt, dass es ihm bei den Thutstädtern nicht wie gewünscht lief. «Hinzu kam, dass die Spielweise beim SCZ sehr auf Stürmer Vojan Cvijanovic ausgerichtet ist», so Widmer.

Familiäres Umfeld
In Rothrist brauchte der ehemalige Spieler von Baden, Brugg, Windisch, Wettingen und Dietikon nicht lange, um sich gut einzuleben. «Ich fühle mich wohl hier», sagt Pascal Widmer, «das Umfeld ist sehr familiär und der Spass am Fussball steht dennoch im Vordergrund.» Die positive Energie kann er auf dem Rasen in Erfolgserlebnisse umsetzen, nach fünf Runden hat Widmer bereits ebenso viele Tore verbucht – so viele wie in der gesamten vergangenen Saison. Heute Abend sollen im Heimspiel gegen Schlusslicht Grenchen (dieses Spiel gewann Rothrist mit 9:1) weitere Treffer folgen. «Drei Punkte sind Pflicht, wir wollen gewinnen», sagt Widmer, der von allen nur «Pare» gerufen wird. «Keine Ahnung, woher das stammt», sagt er und lacht. Es gäbe Stoppschilder in Südamerika mit dieser Aufschrift oder eine identisch klingende, ehemalige türkische Währung, «aber wahrscheinlich ist damit wohl nur ‹Kollege› gemeint», sagt Widmer. (P-Kamber, ZT)