FCR-News: Willi Neuenschwander nicht mehr Trainer der 1.Mannschaft

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Updated: September 20, 2017

Trainer Willy Neuenschwander hat den Klub verlassen und ist zum FC Langenthal gewechselt.


Sportlich läuft es beim FC Rothrist alles andere als rund. Nach sechs Niederlagen aus ebenso vielen Meisterschaftspartien bildet das Fanionteam in der 2.-Liga-inter-Gruppe 5 das Schlusslicht. Nur der FC Bern und der FC Bex weisen eine schlechtere Bilanz auf als die Aargauer. Und nun ist weiteres Ungemach auf die Rothrister hinzugekommen: Trainer Willy Neuenschwander hat den Klub verlassen und ist zum FC Langenthal gewechselt. Beim Schlusslicht der 1.-Liga-Gruppe 2 ersetzt er vorerst bis zum Ende der Saison Fabrizio Romano, der nach der 1:4-Pleite gegen Buochs den Hut nehmen musste. Für Neuenschwander ist es eine Rückkehr zur alten Wirkungsstätte, stand er im Oberaargau doch schon zwischen 2009 und 2013 an der Seitenlinie. «Das ist mein Stammverein. Gelbblau bedeutet für mich Herzblut», begründet Neuenschwander seinen Schritt, sich wieder jenem Klub anzuschliessen, bei dem er gross geworden ist. Der 69-jährige Oftringer betont aber, dass der Wechsel vor dem vergangenen Wochenende kein Thema gewesen sei. «Ich habe die Anfrage kurzfristig erhalten», so Neuenschwander, der am Montag bereits die erste Trainingseinheit beim FCL geleitet hat. Entsprechend schwer sei ihm die Entscheidung gefallen. «Ich bin mir bewusst, dass sie für den FC Rothrist unglücklich ist. Ich hatte mit dem Vorstand und der Mannschaft stets ein gutes Verhältnis», erzählt er. Bei den Verantwortlichen auf der Sportanlage Stampfi kommt der Abgang von Willy Neuenschwander nicht gänzlich überraschend. «Er hat in den letzten zwei Jahren rund 30 Spieler verloren, danach gleich viele wieder ins Kader eingebaut und ist trotzdem nicht abgestiegen. Das sehen die anderen Vereine auch», sagt Vizepräsident Foti Konstantin. Obwohl der Wechsel auf der Trainerposition für den FC Rothrist kein Vorteil bedeute, sei er von Neuenschwanders Handeln nicht enttäuscht. Im Gegenteil, der gebürtige Grieche stuft die Episode als Folge des Fussballgeschäfts ein. «Wer einen derart guten Trainer besitzt, darf nicht blauäugig sein. Willy ist ehrgeizig, und das Angebot aus der 1. Liga war für ihn interessant», erklärt Konstantin.

Einen Ersatz für Willy Neuenschwander will man beim FC Rothrist nicht suchen. Stattdessen werden die beiden bisherigen Assistenten, Oscar Muino und Torhüter-Trainer Leonardo Moccia, ihre Aufgaben an der Seitenlinie fortführen. «Abgesehen vom Tabellenplatz sind wir mit der Arbeit zufrieden. Die Stimmung im Team ist super», sagt Foti Konstantin. Aus diesem Grund wäre es ein falsches Zeichen an die Adresse der Spieler, wenn in einer solchen Phase alles umgekrempelt würde. «Wir haben im Sommer klar gesagt, dass der Nachwuchs gefördert werden soll», sagt Konstantin, «an dieser Idee halten wir fest, obwohl wir wussten, dass das nicht einfach wird.» Auch für Willy Neuenschwander hat sich, aus sportlicher Sicht, nicht viel geändert. «Es wird für mich zu einer Herkulesaufgabe», umschreibt er den anstehenden Kampf um den Ligaerhalt mit dem FC Langenthal. Allerdings sei die Situation vor dem wegweisenden Duell bei Mitaufsteiger Kickers Luzern ähnlich brisant wie in Rothrist. «Die Spieler strotzen nicht vor Selbstvertrauen», sagt Neuenschwander, «jetzt gilt es, Ruhe einzubringen.» (P.Kamber ZT)

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