2. Liga interregional: Der FC Rothrist gewinnt beim 1:1 zuhause gegen Lenzburg einen wichtigen Punkt

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Updated: Mai 2, 2016

Mit seinem Tor zum 1:1 rettete Marco Ludin (links, gegen Lenzburgs Javier Amoros Bonmati) dem FC Rothrist einen Punkt.


Zwei Szenen gaben im Heimspiel des FC Rothrist gegen den FC Lenzburg zu reden. Die erste ereignete sich in der 72. Minute – und endete für Samuel Fernandes Da Silva äusserst schmerzhaft. Nachdem er und Lenzburgs Roman Müller beide auf den Ball schlugen, blieb der Rothrister Stürmer schreiend am Boden liegen und musste anschliessend mit Verdacht auf eine schwere Knieverletzung ins Spital gebracht werden. Umso mehr Freude bereitete dem Gastgeber dafür die zweite nennenswerte Aktion aus der 58. Minute: Nach einem Eckball ging Marco Ludin von Lenzburgs Hintermannschaft am zweiten Pfosten vergessen, worauf der Rothrister Rechtsverteidiger den Ball zum 1:1-Ausgleich in die Maschen drosch. «In meinen 17 Jahren als aktiver Fussballer ist das erst mein zweites Tor aus dem Spiel heraus», gestand Ludin mit breitem Lachen. Weil es in der Folge keine weiteren Tore zu bestaunen gab, rettete der 34-Jährige dem Heimteam gar einen Punkt im Abstiegskampf. «Das ist sehr wichtig. Alle Teams, die hinter uns klassiert sind, verloren ihre Spiele», sagte Ludin. Ausserdem habe man sich nach einem Rückstand einmal mehr wieder herankämpfen können. «An einer mangelhaften Einstellung liegt es bei uns sicher nicht», betonte Ludin.

Für das Gegentor zum 0:1 verantwortlich zeichnete Rafed Bayazi. Der Lenzburger Stürmer profitierte in der 55. Minute von Fidan Tafas mustergültigen Vorarbeit, welcher erst Anel Merdanovic den Ball wegschnappte, dann FCR-Torhüter Danko Savanovic umspielte und schliesslich zum freistehenden Bayazi passte. Der frühere Angreifer des SC Zofingen reüssierte damit im dritten Anlauf, nachdem in der ersten Halbzeit sein Kopfball (30. Minute) und sein Distanzschuss (41.) knapp über die Latte flogen. Weil auch der FC Rothrist in regelmässigen Abständen einige Nadelstiche setzte, entwickelte sich trotz sehr tiefem Terrain eine muntere Partie. Allerdings liessen Lauret Popaj (22.) und Manuel Zobrist (40. und 51.) bei ihren Abschlussversuchen die nötige Prä- zision vermissen. «Bis zum Strafraum funktioniert unser Spiel gut, danach fehlt – wie so oft in dieser Rückrunde – die letzte Konsequenz», sagte Marco Ludin. Daran änderte sich auch nach seinem Ausgleichstreffer nichts.

Obwohl der FC Rothrist im Kantonsderby nun die Oberhand zu gewinnen schien, vergaben der eingewechselte Zelimir-Jeki Skopljak (78.), Marcio Dias per Kopfball (84.) und Lauret Popaj (86.) in der Schlussphase den durchaus möglichen Heimsieg. «Das Unentschieden ist leistungsgerecht, auch wegen des Wetters», meinte Ludin. Es sei von beiden Seiten kein grossartiges Spiel gewesen, «aber wir haben gekämpft, das hat es auf diesem Boden gebraucht». (P.Kamber, ZT)


Telegragmm  30.04.2016, Rothrist – Lenzburg 1:1 (0:0) 
Stampfi. – 120 Zuschauer.

Tore: 55. Bayazi 0:1. 58. Ludin 1:1.

Rothrist: Savanovic; Emmenegger, Merdanovic, Dias, Ludin; Kqira, Mijatovic, Ulrich,
Popaj (88. Ravlic), Fernandes Da Silva (76. Skopljak); Manuel Zobrist

Lenzburg: Stephan Wernli; Gisler, Costa (56. Thomas Wernli), Parente, Müller (77. Ramseyer)
Amoros, Bonmati (80. Abazi), Culjak, Hövel, Sandmeier, Tafa, Bayazi.

Bemerkungen: Rothrist ohne Lino Zobrist (gesperrt), Lopez, Widmer, Figlioli, Biland,
Hasani (alle verletzt), Raffa, Andelic und Dibrani (alle abwesend) 76. Fernandes Da Silva  (FC Rothrist) scheidet verletzt aus.

Verwarnungen: 9. Culjak (Foul), 57. Emmenegger (Reklamieren).

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