2. Liga interregional, 25.05.2016: Der FC Rothrist empfängt den Leader Red Star Zürich

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Updated: Mai 25, 2016

Kevin Lopez und der FC Rothrist konnten eine Bruchlandung in Form des Abstiegs vorzeitig verhindern. (Bild: Otto Lüscher)


Beim FC Rothrist ist die Anspannung vor dem heutigen Nachtragsspiel zuhause gegen Red Star Zürich (20.15 Uhr), den Leader der 2.-Liga-inter-Gruppe 5, einer grossen Erleichterung gewichen. Erleichterung darüber, dass das Fanionteam am Sonntag dank des 1:0-Erfolgs beim FC Wohlen II vorzeitig den Klassenerhalt in der 2. Liga inter geschafft hat. «Wir wollten als Aufsteiger die Klasse bestätigen», freut sich Vereinspräsident Dieter Morf. Entsprechend stuft der 51-jährige Aarburger den knappen Sieg in Wohlen als Höhepunkt der laufenden Saison ein. «Die ganze Mannschaft hat eine starke Leistung gezeigt und ist als Team aufgetreten», sagt Morf. Der Inhaber eines Architekturbüros sieht im intakten Kollektiv den Hauptgrund für den abgewendeten Abstieg. «Und das, obwohl unsere Verletztenliste immer länger geworden ist», betont Morf. Am Sonntag fehlten im Freiamt mit Kevin Lopez, Daniel Ulrich, Pascal Widmer, Samuel Fernandes Da Silva, Luca Figlioli, Mathias Biland und Marcio Dias sieben angeschlagene Spieler, die im Normalfall in der Startelf stehen. Trotz den ständigen Ausfällen gelang dem FCR nach der Winterpause die erhoffte Leistungssteigerung und der damit verbundene Sprung über den Strich in der Gruppe 5. Das verdeutliche gemäss Dieter Morf die Statistik. «Der Blick auf die Rangliste zeigt, dass wir eine gute zweite Saisonhälfte gespielt haben», sagt er. In der Tat grüssen die Wiggertaler in der Rückrunden-Tabelle mit 18 Zählern vom 8. Platz – das zweitplatzierte Pajde sammelte seit der Winterpause nur vier Punkte mehr als die Aargauer. Der Präsident ist sich jedoch bewusst, dass auf dem Weg zum Klassenerhalt auch das Glück beansprucht wurde.

In den Rückrundenpartien gegen Olten, Höngg und Wohlen II erzielte Rothrist erst in der Nachspielzeit den Siegestreffer. Hinzu kamen der späte Ausgleich beim 2:2 gegen das Team Aargau U21 und das Eigentor im ersten Spiel nach der Winterpause beim 1:0-Heimsieg gegen Pajde. «Wir haben ein paar Spiele kurz vor Schluss gedreht», zeigt sich Dieter Morf beeindruckt, «allerdings kann man den Erfolg auch mit einer guten Vorbereitung durch den Trainer und der richtigen Einstellung beeinflussen.» Dabei haben Rückkehrer Willy Neuenschwander und seine Assistenten Leonardo Moccia und Oscar Muino, der bis zur Winterpause mit Olivier Häusermann das Trainderduo bildete, eine nicht unwesentliche Rolle gespielt. «Wir haben einen Kern an erfahrenen und bewährten Akteuren, denen man nicht primär beibringen muss, wie Fussball zu spielen», erklärt Morf. Umso wichtiger sei in diesem Fall die menschliche Autorität. «Willy Neuenschwander ist es gelungen, die Spieler zu motivieren», sagt Morf. Er habe sie dazu gebracht, «an den Ligaerhalt zu glauben und wieder Spass am Fussball zu haben.» Gleichwohl stelle der Wechsel an der Seitenlinie für Morf den Tiefpunkt in der laufenden Saison dar. «Weil gegen Ende der Vorrunde die Harmonie zwischen dem Trainergespann und der Mannschaft nicht mehr intakt war, mussten wir uns entscheiden, welche Weichen wir stellen wollen», begründet er den Entscheid. Weil schon früh bekannt war, dass Willy Neuenschwander auch nächste Saison als Trainer beim FC Rothrist amten wird, habe das die Planung erleichtert. «Wichtig ist eine seriöse Vorbereitung in allen Bereichen. Ein Patentrezept, um nicht wieder in Abstiegsgefahr zu geraten, kenne ich jedoch nicht», sagt Dieter Morf. Derzeit laufen Gespräche mit den Spielern für die Saison 2016/17, noch sei aber nichts spruchreif. «Wir müssen einige altersbedingte Abgänge ersetzen», verrät Morf, «unser Ziel ist es, auch nächste Saison auf der Stampfi wieder attraktiven Fussball zu bieten.»

P.Kamber ZT

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