2. Liga interregional: Der FC Rothrist bezwingt Olten dank Lino Zobrists späten Toren mit 2:1

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Updated: April 4, 2016

Rothrists Lino Zobrist (Mitte) setzt sich gegen Rinor Slishani (links) und Giovanni Gerardi durch. Bild Otto Lüscher


Im Heimspiel des FC Rothrist gegen den FC Olten läuft bereits die Nachspielzeit, als sich Lino Zobrist den Ball schnappt und zum Freistoss antritt. Mit einem satten Schuss lässt er Oltens Torhüter Butrint Demaj keine Chance und trifft zum viel umjubelten 2:1. Kurz darauf ist die Partie zu Ende und die Freude im Rothrister Lager riesig. «Dieser Sieg war sehr wichtig, jetzt haben wir uns endlich für den betriebenen Aufwand belohnt», sagte Lino Zobrist. Der 27-jährige Mittelfeldspieler trug nicht nur wegen des späten Treffers massgeblich zum Erfolg des Gastgebers bei. Bereits in der 85. Minute sorgte Zobrist für Erleichterung, als er nach Sandro Iandiorios Handspiel im Strafraum mittels sicher verwandeltem Elfmeter den 1:1-Ausgleich markierte. Als Mann des Spiels wollte sich der Doppeltorschütze dennoch nicht bezeichnen lassen. «Diese Auszeichnung geht an die gesamte Mannschaft, wir haben über 90 Minuten gekämpft», gab Lino Zobrist das Lob weiter. Für ihn sei es umso schöner, unter diesen Bedingungen ein Tor zu erzielen. «Oder eben gleich zwei», ergänzte er schmunzelnd. Zu Beginn sah es indes nicht nach einem Rothrister Erfolgserlebnis aus. Olten erwischte einen Traumstart und ging bereits nach 37 Sekunden durch Giovanni Gerardi mit 1:0 in Führung. Der frühe Dämpfer verfehlte seine weckende Wirkung beim FCR nicht, welcher in der Folge mit viel Willen einen Weg in den Oltner Strafraum suchte. Allerdings präsentierte sich vorerst das gleiche Bild wie bei den letzten zwei Niederlagen gegen Dulliken und in der Schweizer-Cup-Qualifikation bei Kreuzlingen: Der FC Rothrist drückte, fand aber kein Mittel, um die kompakte Defensive des Gegners zu überwinden. Die Schüsse von Patrick Dibrani (17. Minute), Kevin Lopez (35.) und Marco Ludin (41.), die das Tor deutlich verfehlten, zählten noch zu den gefährlichsten Aktionen der Wiggertaler.

FCR-Trainer Willy Neuenschwander sah sich deshalb in der Pause zu Änderungen gezwungen. In der zweiten Halbzeit bildeten der genesene Captain Markus Mijatovic und der eingewechselte Marko Ravlic das neue Innenverteidiger-Duo, während Marcio Dias in die Sturmspitze beordert wurde. Zudem brachte der ebenfalls eingewechselte Lauret Popaj auf der rechten Seite frischen Wind in die Rothrister Angriffsbemühungen. Nachdem Manuel Zobrist in der 64. Minute am Pfosten scheiterte, nahm der Druck des Gastgebers stetig zu – bis Neuenschwanders Plan in der Schlussphase der Partie dank Lino Zobrist doch noch aufging. «Wir hatten das Geschehen im Griff, angesichts unserer Spielanteile resultierten aber in der ersten Halbzeit zu wenig Chancen», sagte Lino Zobrist. Danach sei Rothrist nichts anderes übrig geblieben, als die Möglichkeiten zu erzwingen. «Die Qualität besitzen wir. Sie immer abzurufen, ist aber nicht so einfach», meinte er weiter. Gleichwohl hofft Zobrist auf eine befreiende Wirkung hinsichtlich der anstehenden Aufgaben im Abstiegskampf der 2.-Liga-inter-Gruppe 5: «Wir haben bereits gegen das Team Aargau einen 0:2- Rückstand ausgeglichen, die Moral in unserer Mannschaft ist also intakt.» (P.Kamber ZT)


Telegramm  Rothrist – Olten 2:1 (0:1)

Stampfi, 227 Zuschauer

Tore: 1. Gerardi 0:1, 85. Lino Zobrist (Penalty) 1:1, 94. Lino Zobrist 2:1.

Rothrist: Savanovic; Emmenegger, Andelic (46. Ravlic), Dias, Ludin; Fernandes Da Silva, Mijatovic, Lino Zobrist, Dibran (46. Popaj)i; Lopez (67. Ulrich), Manuel Zobrist

Olten: Butrint; Gülen (74. Banovi), Iandiorio, Browne, Krasniqi; Hügli, Mirarchi, Slishani, Gerardi; Simic (91. Osaj); Golob

Bemerkungen: Rothrist ohne Krajinovic, Widmer, Figlioli, Biland, Merdanovic (alle verletzt), Raffa und Skopljak (beide abwesend). 64. Pfostenschuss Manuel Zobrist

Verwarnungen: 84. Iandiorio (Handspiel), 92. Manuel Zobrist, 95. Fernandes Da Silva (beide Foul).

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