2. Liga interregional, 29.04.2017: Der FC Rothrist bittet den SC Schöftland zum Derby-Tanz


Mit dem Derby zwischen dem FC Rothrist und dem SC Schöftland wird morgen Samstag (17 Uhr) das letzte Meisterschaftsdrittel in der 2.-Liga-inter-Gruppe 5 eingeläutet. Weil beide Teams auf
die drei Punkte angewiesen sind, ist Spannung garantiert: Hier der Gastgeber, der um den Ligaerhalt kämpft. Auf der anderen Seite der Aufsteiger aus dem Suhrental, der nicht tiefer in den Abstiegsstrudel gezogen werden möchte. Diese Zeitung wagt deshalb eine Prognose der etwas anderen Art, wer sich den Derby-Triumph sichern wird.

30 Tore hat der FC Rothrist in der laufenden Saison erzielt. Das sind sieben weniger als der SC Schöftland. Immerhin: In Sachen höchster Sieg haben die Wiggertaler dank des 5:0 gegen den
FC Wohlen II aus der ersten Meisterschaftsrunde die Nase gegenüber den Schöftlern (5:1 gegen Liestal) vorne. Vorteil Schöftland

Auch in der Hintermannschaft vermochte Rothrist bisher nicht zu überzeugen. 44 Gegentreffer stehen nach zwei Dritteln der Saison zu Buche, gegenüber deren 35 bei Schöftland. Letztere
kassierten aber am vergangenen Samstag beim 0:3 gegen Lenzburg ihre höchste Saison-Niederlage. Vorteil Schöftland

Die Schöftler scheinen ihr Temperament im Griff zu haben: 32 Strafpunkte häuften sich bisher an, darunter nur ein Platzverweis. Bei Rothrist wurde die rote Karte schon dreimal gezückt, was
sich auf das Strafpunkte­Konto (41) auswirkt. Vorteil Schöftland

Mit 21 Jahren kann SCS­Trainer Jürg Widmer auf eine junge Truppe zurückgreifen. Willy Neuenschwanders FCR ist mit knapp 24 Jahren zwar älter – im Abstiegskampf kann aber genau
diese Erfahrung die Differenz ausmachen. Vorteil Rothrist

Nicht nur in der Vorrunde bezwang Schöftland den FCR (4:2), auch in den restlichen Kantonsderbys gegen Lenzburg, das Team Aargau U21 und Wohlen II holte der Aufsteiger mehr
Punkte. Aus bisher sechs Partien resultierten zehn Zähler, bei Rothrist sind es nur vier Punkte nach fünf Begegnungen. Vorteil Schöftland

In finanzieller Hinsicht liegen beide Teams gleichauf. Für die Saison stehen jeweils rund 60 000 Franken zur Verfügung. Das macht bei Rothrist etwa einen Viertel des Gesamtbudgets aus, bei
Schöftland einen Fünftel. Unentschieden

Schon zweimal hat der FC Rothrist sein Kader in dieser Saison umgekrempelt – und dabei 40 Transfers (21 Zuzüge, 19 Abgänge) getätigt. Das sind fast doppelt so viele wie beim SC Schöftland (11/10). Vorteil Schöftland

Mit drei Niederlagen sieht die Schöftler Bilanz aus den letzten drei Partien ernüchternd aus. Besser machten es die Rothrister Fussballer, die vier Punkte gesammelt haben. Vorteil Rothrist

Die Statistikwerte sprechen mit 6:3­ Vorteilen zwar für einen Derby-­Erfolg des SC Schöftland. Viel hält Trainer Jürg Widmer aber nicht davon. «Vor einem Derby ist das nebensächlich. In einem solchen Spiel herrschen andere Gesetze», sagt er. Dennoch verlangt Widmer eine Reaktion auf die Niederlagenserie. «Wir wollen unser Potenzial wieder abrufen, um ein positives Resultat zu erzielen», erklärt er. Der unter dem Strich klassierte FC Rothrist befindet sich derweil in einer praktisch identischen Ausgangslage. «Wenn wir oben bleiben wollen, müssen wir solche Spiele mit der letzten Überzeugung angehen», sagt Trainer Willy Neuenschwander. Seine Elf sei durchaus in der Lage zu gewinnen, «wenn jeder seine Qualitäten auf den Platz bringt».
P.K Zofinger Tagblatt

FC Rothrist – SC Schöftland
Sportplatz Stampfi Rothrist
Samstag 29. April 2017
Spielbeginn 17:00 Uhr