2. Liga interregional, 25.05.2016: Aufsteiger Red Star ist eine Klasse besser als Rothrist und siegt 3:1


Der Rothrister Denis Emmenegger (links) umläuft Red-Star-Torhüter Michael Kündig (rechts) und erzielt das 1:3


Drei Tage nach dem vollbrachten Klassenerhalt in der 2. Liga inter sind dem FC Rothrist im Nachtragsspiel gegen Leader Red Star Zürich schonungslos die Limiten aufgezeigt worden. Die Gäste, die bereits vor dieser Partie als Aufsteiger in die 1. Liga feststanden, agierten über weite Strecken eine Klasse besser als die Mannschaft von Willy Neuenschwander und siegte verdient mit 3:1. Der Rothrister Trainer zeigte sich aber angesichts der Tatsache, dass im Duell mit den Zürchern nichts mehr auf dem Spiel stand, gefasst. «Wir haben gewusst, dass nach dem letzten Sonntag bei uns die Luft draussen ist», sagte Neuenschwander, der auf sieben verletzte Spieler verzichten musste. Gleichwohl hob er die Leistung von Red Star hervor. «Sie waren sowohl individuell wie auch im Kollektiv besser, traten spielfreudiger und mehr Tempo auf als wir», erklärte der Oftringer. Obwohl der Unterschied zwischen dem Gastgeber und den «roten Sternen» von Beginn weg ersichtlich war, vermochte der FC Rothrist mit dem Favoriten vorerst mitzuhalten. Es brauchte schon eine Unachtsamkeit in den Reihen der Wiggertaler, die in der 19. Minute zum Führungstreffer durch Cyrill Graf führte. Nachdem Mario Andelic seinen Schuh verlor und dennoch einen Pass spielte, erhielt Red Star einen Freistoss in der Nähe des Mittelpunkts zugesprochen. Weil die Rothrister davon ausgingen, dass die Gäste Fairplay walten liessen und das Leder zurückspielen würden, überraschte sie die Flanke auf den alleinstehenden Graf auf der rechten Seite umso mehr. Der Flügel nutzte die ihm gewährten Freiheiten und erzielte das 1:0. «Bis zu diesem Zeitpunkt waren wir im Spiel, haben uns dann aber durch das unfaire Gegentor zu stark irritieren lassen», ärgerte sich Willy Neuenschwander. In der Folge hätte seine Mannschaft den Faden verloren.

Die vorzeitige Entscheidung fiel allerdings erst nach dem Seitenwechsel. In der 57. Minute setzte der kurz zuvor eingewechselte Blerton Avdyli zu einem Sprint auf der linken Seite an, bis er beim Versuch des Rothristers Lauret Popaj, die Flanke zu verhindern, im Strafraum von den Beinen geholt wurde. Der auffällige Red-Star-Spielmacher Jovo Spasojevic nahm die Gelegenheit dankend an und erhöhte mit seinem souverän getretenen Elfmeter auf 2:0. In der 71. Minute brachte Marco Sousa Pereira mit seinem Tor zum 3:0 den «Dreier» definitiv ins Trockene. Immerhin gelang dem FC Rothrist kurz vor Schluss auf sehenswerte Weise der Ehrentreffer. Denis Emmenegger umlief nach einem tollen Doppelpass mit Patrik Dibrani Red-StarTorhüter Michael Kündig und schob zum 1:3-Endstand ein. «Jetzt müssen wir die zwei ausstehenden Spiele noch einigermassen sauber über die Bühne bringen», meinte Willy Neuenschwander.

Telegramm Rothrist – Red Star 1:3 (0:1)
Stampfi. – 125 Zuschauer

Tore: 19. Graf 0:1. 55. Spasojevic (Penalty) 0:2 69. Sousa Pereira 0:3. 88. Emmenegger 1:3.

Rothrist: Savanovic; Kqira, Merdanovic (72. Krajinovic), Ravlic, Ludin; Manuel Zobrist,
Lino Zobrist, Andelic (46. Hasani), Popaj (61. Emmenegger); Brahimi; Dibrani.

Red Star: Kündig; Ardito, Scherrer, Hartmann, Wyttenbach; Häcki (84. Disch); Reiffer (63. Sousa Pereira),
Gashi, Spasojevic, Graf; Babic (46. Avdyli).

Bemerkungen: Rothrist ohne Biland, Widmer, Fernandes Da Silva, Figlioli, Dias, Lopez,
Ulrich (alle verletzt) und Raffa (abwesend).

Verwarnungen: 43. Spasojevic, 53. Popaj, 60. Häcki, 78. Scherrer, 81. Ardito (alle Foul),
83. Emmenegger (Ball wegschlagen), 85. Krajinovic (Reklamieren), 90.Dibrani(Unsportlichkeit).