2. Liga interregional, 09.09.2016: Rafaël Erb und seine Teamkollegen wollen heute Abend gegen Höngg die reine Heimweste behalten


Rafaël Erb, nach der 2. Mannschaft wieder im Fanionteam (Archivbild)


Zwei Spiele, 128 Minuten Einsatzzeit, zwei Treffer. Die Bilanz von Rothrists Rafaël Erb lässt sich sehen. «Persönlich bin ich bis jetzt ziemlich zufrieden», sagt Erb, der nach zwei Jahren in der 2. Mannschaft (4. Liga) des FCR auf diese Saison hin wieder zum Fanionteam gestossen ist, «nachdem ich in den ersten beiden Partien verletzt gefehlt habe, hatte ich gegen Subingen einen beinahe perfekten Einstand. Sieben Minuten nach meiner Einwechslung habe ich das 2:1 erzielt und damit zur Wende beitragen können.» Das ist dem 32-jährigen Kundenberater aus Oftringen bei seinem zweiten Einsatz zwar nicht mehr gelungen, für einen Torerfolg reichte es aber trotzdem erneut. «Ich hätte aber lieber gewonnen», relativiert Rafaël Erb seine Freude über das zwischenzeitliche 1:1 bei der 1:3-Niederlage in Olten. «Gegen Olten haben wir die Ordnung nicht richtig gefunden und deshalb folgerichtig verloren», erklärt Erb, «zuvor sind wir aber sensationell in die Saison gestartet. Wir haben es geschafft, die Fehler, die wir in der Vorbereitung gemacht haben, zu korrigieren. Dass es gleich so gut losgeht, hätte ich nicht unbedingt erwartet.»

Dennoch soll die Pleite gegen den FCO nur ein Ausrutscher gewesen sein. Erb ist zuversichtlich, dass der FC Rothrist seine Ungeschlagenheit auf der Stampfi gegen den Tabellenvierten Höngg, der nur gegen das Team Aargau U21 zum Auftakt den Platz als Verlierer verlassen musste, bewahren kann. «Mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung ist alles möglich», sagt Rafaël Erb. Auch er will wieder seinen Teil zum Erfolg der Rothrister beitragen, egal auf welcher Position. «In der Vorbereitung habe ich vom Innenverteidiger bis zum Stürmer alles gespielt», erzählt Erb, «wobei ich denke, dass ich meine Qualitäten in der Offensive am besten einbringen kann.» Ausserdem werden vom Routinier auch andere Fähigkeiten erwartet. «Ich probiere, Ruhe reinzubringen, wenn es hektisch wird», sagt Erb, «und ich versuche, den Jungen meine Erfahrung weiterzugeben.» Das ist auch ein Punkt, weshalb FCRTrainer Willy Neuenschwander auf den 32-Jährigen, der schon acht Jahre Fanionteamerfahrung in Rothrist aufweisen kann, zugekommen ist. «Nach dem Gesprächsaustausch mit Willy musste ich einen Moment überlegen, ob ich den Aufwand wieder raufschrauben will», sagt der ehemalige FC-Aarau-Junior, «ich habe mich dann aber dafür entschieden und bereue es nicht.» Jetzt will Rafaël Erb dazu beitragen, dass der FC Rothrist eine möglichst sorgenfreie Spielzeit 2016/17 absolvieren kann: «Wir wollen uns möglichst bald keine Sorgen über einen allfälligen Abstieg mehr machen müssen und dann einen Platz im Mittelfeld anstreben.»